Am 05.03.2025 findet die erste Sitzung des Arbeitskreis Starkregen statt. Daher möchte ich in diesem Artikel die beiden Starkregenereignisse, die meinen Wohnort Ottfingen 2021 und 2024 ereilt haben, und was seitdem passiert ist beschreiben.
Nach aktuellem Stand der wissenschaftlichen Forschung werden zukünftig nicht nur Starkregenereignisse, sondern auch Hitze- und Dürre-Ereignisse sowie Stürme und Hagel häufiger und stärker auftreten, speziell was unsere Region im Mittellgebirge angeht. Erinnern möchte ich hier beispielsweise an die Hagelschäden in Ottfingen vom 05.07.2015:




Starkregenereignis 04.06.2021
Am 04.06.2021 bin ich mit dem Rennrad eine große Runde von 101 km durchs heimische Sauerland gefahren.
Als ich gegen 14:00 Uhr eine Pause an der Listerstaumauer eingelegt habe, konnte niemand ahnen, dass aus diesem schönen Sommerhimmel eines der folgenschwersten Unwetter für die Gemeinde Wenden und vor allem meine Ortschaft Ottfingen hervorgehen würde. Strahlender Sonnenschein und einige durchziehende Gewitterwolken, wie so oft im Sommer.



Zwei Stunden später, um 15:48 Uhr, durchfuhr ich meinen Nachbarort Wenden und es war abzusehen, dass ein kurzer Platzregen nicht mehr weit entfernt war. Also habe ich den überdachten Hit Parkplatz in Wenden angesteuert, um den Platzregen abzuwarten.
Ich habe den 36 Minuten dauernden Starkregen mit einigen Aufnahmen dokumentiert:
Die extremen Regenmengen sorgten für Überflutungen und Erdrutsche. Da die Kanalisation in den Orten in Tallage verläuft, wurde der Druck auf den Kanalisation so groß, dass die ca. 100kg wiegenden Kanaldeckel wie Spielzeuge in die Luft flogen. Auf der Hauptstraße entstand somit eine gefährliche Situation mit meterhohen Wasserfontänen die aus den freigelegten Öffnungen spritzten.
Durch den resultierenden extremen Abfluss der Regenmassen stiegen die Flüsse, die durch die Ortschaften in den Flusstälern verlaufen, innerhalb kürzester Zeit über ihre Ufer. Die Großmicke, die Ottfingen durchquert, überflutete die anliegenden Wohnhäuser.




© Kai Osthoff, Lokalplus | Feuerwehr Wenden
Die Tragik dieses Tages, der von allen Beteiligten als Jahrhundertereignis wahrgenommen wurde, sollte sich drei Jahre später zum Schrecken der betroffenen Anwohner wiederholen.
Starkregenereignis 06.05.2024
Erneut fielen im Gemeindegebiet erhebliche Regenmengen, dieses Mal war das Ereignis aber anderer Natur. Um 18:00 wurde die Feuerwehr erst für Wenden, wenig später dann für Altenhof und Ottfingen, alarmiert. Da sich die Lage rasant zuspitze wurde anschließend Vollalarm ausgelöst. Es wurden Feuerwehren und Hilfsorganisationen mit Spezialgerät aus den umliegenden Gemeinden und Kreisen angefordert. Mit Hochleistungspumpen der Feuerwehr Olpe und des THW Bergneustadt konnte der Lage zügig begegnet werden. Auch Dank der hervorragenden Arbeit der Einsatzkräfte, die Schlüsselstellen wie Brücken freihielten, Sandsäcke verteilten und die Pumpen bedienten, ging der Spuk dieses Mal schneller vorbei. Die Erdgeschosse, Keller und Garagen der betroffenen Anwohner waren trotzdem überflutet.
Die folgenden Bilder dokumentieren den Zustand in der Bachstraße in Ottfingen. Eine detaillierte Berichterstattung hat Yvonne Clemens für die Siegener Zeitung übernommen.




© Jörg Winkel, Westfalenpost | Kai Osthoff, Sauerlandkurier | Yvonne Clemens, Siegener Zeitung
Die betroffenen Anwohner, viele hatten in den Vorjahren ihre Wohngebäude nach dem Ereignis 2021 aufwendig und teuer sanieren müssen, waren verständlicherweise wütend und schockiert. Allen Beteiligten wurde spätestens jetzt klar: Das Thema Starkregen war keine Eintagsfliege und ein weiteres Ereignis kann jederzeit wieder auftreten. Es gilt daher die Ursachen zu verstehen und Schutzmaßnahmen zu treffen.
Mein Zeiteinsatz für die Projektgruppe „Glasfaserausbau“ der Zukunfts-Werkstatt-Ottfingen e.V. ist gesunken, da wir erfolgreich waren und Glasfaser in der gesamten Gemeinde ausgebaut wird. Entsprechend investiere ich pro Woche nur noch noch wenige Stunden Zeit in Telefonate und vor Ort Unterstützungen von Bürgern bei Installation, Rufnummern Übernahme oder Router Einrichtung. Daher habe ich beschlossen mich mit dem Thema Starkregen zu beschäftigen.
Meine Recherche
In der ersten Woche nach dem Ereignis habe ich vor allem recherchiert und mich in das Thema eingelesen. Im Folgenden eine Auswahl an Materialien die mir geholfen haben das Thema einzuordnen:
- Arbeitshilfe kommunales Starkregenrisikomanagement, MUNV NRW
- Forschungsprojekt Starkregen
- Stark gegen Starkregen, Lippe Verband
- Schäden durch Starkregen vermeiden – Unterstützung für hessische Kommunen
- Starkregen und kommunale Vorsorge, Fachzentrum Klimawandel und Anpassung
- Starkregen Studie der Gesellschaft Deutscher Versicherer und des DWD
- Erprobung und Evaluierung von Kommunikationsformaten zur Stärkung privater Starkregenvorsorge
- Klimawirkungs- und Risikoanalyse für Deutschland 2021
Ein erstes Fazit war ernüchternd – es waren keine einfache Möglichkeit erkennbar um die Ortschaft vor extremen Starkregenereignissen zu schützen, die kurzfristig umsetzbar ist. Vielmehr war absehbar, dass es erforderlich ist, dass Politik, Verwaltung und Bürger an einem gemeinsamen Strang ziehen um das Thema ganzheitlich priorisiert zu bearbeiten.
Während ich dabei war die Ergebnisse der Recherche zu strukturieren kontaktierte mich Johannes Eichert, der die Interessen der Ottfinger Bürger im Gemeinderat vertritt und Vorsitzender des Umweltausschuss ist. Wir tauschten Sichtweisen aus was getan werden muss und wie ein Antrag zur diesem Thema im nächsten Umweltausschuss aussehen könnte.
Zudem kontaktierte mich die Gemeindeverwaltung um die Räumlichkeiten unseres Vereins Zukunfts-Werkstatt-Ottfingen e.V., bei dem ich im Vorstand tätig bin, für eine kurzfristige Versammlung mit den betroffenen Anliegern anzufragen.
Anliegerversammlung Starkregen am 23.05.2024
Im Gespräch mit der Gemeindeverwaltung zur Vorbereitung der Anliegerversammlung fragte mich unser Bürgermeister Bernd Clemens, ob ich mir vorstellen könne die Anliegerversammlung mit einer kurzen Einordnung des Thema Starkregen in Präsentationsform zu unterstützen.
Für diese Idee sprach die Tatsache, dass ein einleitender sachlicher Vortrag seitens eines Ottfinger Bürgers die aufgeheizte Stimmung in Richtung einer notwendigen sachlichen Diskussion zwischen Verwaltung und Bürgern kanalisieren könnte. Gegen diese Idee sprach die Tatsache, dass ich mich hier in einer aufgeheizten Atmosphäre zwischen die Stühle setzen könnte.
Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen der Zukunfts-Werkstatt haben wir das Thema abgewogen und sind zum Schluss gekommen, dass es wichtig ist auf eine sach- und ergebnis-orientierte Diskussion hinzuwirken, da alles andere gemeinsame Lösungen erschweren und verzögern wird. Entsprechend habe ich eine Präsentation vorbereitet und Bürgermeister Bernd Clemens meine Teilnahme zugesagt.
Am 23.05 fand die Anliegerversammlung statt. Um den gemeinsamen und sachlichen Dialog zu fördern stellten wir einen großen Stuhlkreis statt einer klassischen Aufteilung mit Verwaltung auf der Bühne und den Bürgern im Plenum.

Das Interesse war groß und jeder Stuhl war besetzt. Die Veranstaltung fand ohne Pressebeteiligung statt, um einen offenen Dialog zu ermöglichen. Es wurde sich darauf verständigt den vertraulichen Dialog zu erhalten, daher teile ich hier keine Bilder der Veranstaltung. Ablauf:
- Bürgermeister Bernd Clemens eröffnete die Veranstaltung und sprach den Betroffenen seine Unterstützung aus.
- Ich ordnete das Thema Starkregen in Form eines Impulsvortrag ein.
- Markus Hohmann, als seinerzeit verantwortlicher Baudezernent, führte mit einer detaillierten Präsentation durch das Thema.
- Danach folgte eine Fragestunde für die Bürger, bei der die Fragen der Anwesenden aufgenommene und entweder direkt beantwortet oder protokolliert wurde. Bis auf wenige Ausnahmen waren die Diskussionen sachlich und ergebnisorientiert.
- Am Ende der Veranstaltung offerierte Olaf Arns, als Vorsitzender der Zukunfts-Werkstatt-Ottfingen e.V., allen betroffenen Bürgern das Angebot, die Räumlichkeiten für ihre Zusammenkünfte kostenlos zu nutzen und fragte ob sich die betroffenen Bürger die Arbeit in einer gemeinsamen Projektgruppe vorstellen könnten.
- Entgegen einiger positiver Zurufe aus dem Publikum fanden sich am Ende der Veranstaltung nur eine Handvoll Personen auf der Unterschriftenliste für diese Projektgruppe.
- Anita Moll, eine der betroffenen Bürgerinnen, bot daraufhin an, sich bei den betroffenen Anliegern um Teilnahme zu kümmern, mit wie wir heute wissen großem Erfolg. Anita und die betroffenen Anwohner haben sich bereits mehrfach in den Räumlichkeiten der Kulturwerkstatt Wendener Land getroffen um Erfahrungen auszutauschen.
Hier einige der Folien die ich für meinen Impulsvortrag verwendet habe:
Folie 1: Einordnung der Schwere von Starkregenereignissen

Eine einheitliche Definition des Begriffs „Starkregen“ gibt es nicht, jedoch liefert der Starkregenindex (SRI) eine Einordnung der Starkregenereignisse in zwölf Stufen. Die Verantwortlichkeit der Vorsorge ist abhängig von der Stufe des Starkregenereignisses.
Starkregenereignisse einer häufiger vorkommenden Intensität (SRI 1 bis 2) können in der Regel noch vom öffentlichen Entwässerungssystem verarbeitet werden. Bei weiterer Zunahme der Regenmengen (SRI 3 bis 5) werden bereits Verkehrs- und sonstige Freiflächen in Anspruch genommen. Ereignisse ab SRI 6 erfordern einen technisch konstruktiven Objektschutz durch den Eigentümer, da keine flächenhafte Vorsorge möglich ist. Somit steigt die Eigenverantwortlichkeit der Grundstückseigentümer an und ist bei einem außergewöhnlichen/extremen Starkregen entscheidend.
Folie 2: Messwerte des Ottfinger Starkregen vom 06.05.2024

In Ottfingen sind ca 70 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, gemessen an einer privaten Wetterstation. Die Zahl ist valide, da die offizielle Messstation des Landesamt für Naturschutz in NRW an der Messstation in Büschergrund fast 60 Liter Regen pro Quadratmeter in fünf Stunden gemessen hat, davon über 40 Liter in nicht einmal drei Stunden. Das heißt, dass ein Starkregenereignis vorliegt vor dem uns Kanalisation & Co nicht mehr schützen kann.
Folie 3: Vergleich Simulation mit den gemessenen Regenmengen

Die Simulation eines 90mm Starkregenereignis deckt sich recht genau mit den betroffenen Flächen vom 06.05. Diese Simulation kann jeder selbst mit dem Klimaatlas NRW durchführen. Das empfehle ich allen Bürgern um einen besseren Eindruck der persönlichen Gefährdung zu bekommen. Jeder der in einem Risikobereich wohnt sollte aus meiner Sicht Türen, Fenster, Tore und sonstige Durchführungen ins Haus bei Sanierung flutdicht ausführen und / oder Schutzmaßnahmen wie Flutschotte und Pumpen vorhalten.
Arbeitsstand Übersicht Vorsorge- und Schutz-Maßnahmen

Mit einer Übersicht zu Maßnahmen, die die einzelnen Beteiligten und Betroffenen in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich planen können, schließe ich meinen Vortrag.
Antrag im Gemeinderat zum Thema Starkregen
Parallel fanden weitere Gespräche mit Johannes Eichert statt. Johannes involvierte Ludger Wurm, unseren stellvertretenden Bürgermeister aus Ottfingen, sowie Patrick Bredebach, den jetzigen Fraktionsvorsitzenden der CDU.
Wir sichteten meine Recherche Ergebnisse und kamen gemeinsam zum Schluß, dass es geboten sei das Thema Starkregen weiter zu priorisieren. In der Folge verfasste ich daher folgenden Antrag, den die CDU Fraktion einbrachte:
Sitzung des Umweltausschuss vom 20.06.2024
Das Thema Starkregen wurde im Umweltausschuss gleich als erster Agendapunkt besprochen. Im Vorfeld war mir signalisiert worden, das ich den Antrag vortragen solle, da ich in wesentlichen Teilen inhaltlich dazu beigetragen habe.
Als ich in der laufenden Sitzung leise flüsternd meinen Sitznachbarn fragte „Ich habe das noch nie gemacht – ich lese den Antrag vor und gebe dann zurück an den Vorsitzenden, oder?“ wurde ich schmunzelnd informiert, dass ich eine Einordnung des Antrags in eigenen Worten vornehmen solle, und nicht ein bloßes Ablesen gefragt sei.
In der Folge meiner „spontanen Einordnung“ ging es unter den Augen einer gut besuchten Besuchertribüne, auf der sich diverse Ottfinger Bürger eingefunden hatten, in den Dialog und die Vorschläge aus unserem CDU Antrag wurden zu meiner Freude einstimmig beschlossen:
Die bereits beschlossene Erstellung eines Klimafolgenanpassungskonzeptes wird an den wirtschaftlichsten Bieter vergeben. Als Schwerpunkt der Klimafolgenanpassung wird sich vordringlich mit dem Thema Hochwasser/Starkregen auseinandergesetzt. Hierzu wird eine umfassende Gefährdungsanalyse zur Ermittlung der Risiken und Auswirkungen von Starkregenereignissen im Gemeindegebiet durchgeführt.
Parallel wird für die Großmicke ein Hochwasserschutzkonzept in Auftrag geben.
Die im CDU-Antrag erwähnte Arbeitsgruppe wird eingerichtet. Die Fraktionen benennen teilenehmende Mitglieder aus ihren Reihen und die weitere Besetzung wird mit dem beauftragten Büro abgestimmt.
Zeitraum Juli – Oktober 2024
Die Gemeinde Wenden beauftragte im August das Forschungsinstitut Wasser der Universität Siegen mit der Entwicklung eines Starkregen Warnsystems und einer Gefährdungsanalyse für die Ortslage Wenden-Ottfingen.
Zudem gab es personelle Änderungen in der Verwaltung der Gemeinde Wenden. Christof Wurm übernahm am 01.09.2024 die Leitung des Fachdienst Bauverwaltung von Markus Hohmann. Alexandra Preuß-Ochel, die aus ihrer Arbeit bei Wupperverband und Kreis Olpe langjährige Erfahrung rund um die Themen Wasser und Gewässerwirtschaft mitbringt, wechselte zur Gemeinde Wenden.
Sondersitzung des Umweltausschuss vom 12.11.2024
In der Sondersitzung stellten sich Christof Wurm und Alexandra Preuß-Ochel in ihren neuen Funktionen den Ausschussmitgliedern vor. Danach informierte Jörg Wieland vom Forschungsinstitut Wasser der Universität Siegen über den Stand seiner Arbeit und die nächsten Schritte:
Im ersten Teil seiner Präsentation ging Jörg Wieland auf die beiden Starkregenereignisse ein und analysiert beide Ereignisse basierend auf Pegeln, Geländerelief, Wetterdaten und weiteren Faktoren. Seine Analyse deckt sich im Wesentlichen mit meinen Erkenntnissen.
Über eine Wortmeldung informiere ich Jörg Wieland über zusätzliche und genauere Pegeldaten von Einwohnern und Messstationen des LANUV die ich erhoben habe und ihm gerne bereitstelle. Meine Daten sind grundsätzlich ähnlich, zeigen aber eine 10-20 % stärkere Niederschlagsmenge.
Im Folgenden fand eine Diskussion zu den Ablaufmengen statt und es wurde gefragt ob der sechsspurige Ausbau der Autobahn, die Industriegebiete in Hünsborn und andere Faktoren in seiner Analyse berücksichtigt wurden. Das wurde bejaht, speziell der Austausch mit der Autobahn GmbH fand bereits statt. Man einigte man sich darauf die Darstellung der Ergebnisse abzuwarten, bevor weitere Detailfragen gestellt würden.
Im zweiten Teil erläuterte Jörg Wieland seine Konzeptionierung des Starkregenwarnsystems. Er hatte basierend auf Sensoren, die den Wasserdruck messen und damit die Wasserhöhe berechnen, und ESP32 Mikro Controllern Sensor-Nodes konzipiert, die den Wasserstand der Großmicke punktuell messen können.
Im Hinblick auf die Alarmierung sollen verschiedene Szenarien berücksichtigt werden, von lokaler akustischer Alarmierung über Alarmierung der Leitstellen von Feuerwehr / Co bis hin zu Benachrichtigungen der potentiell betroffene Bürger.
Über eine Wortmeldung informierte ich, dass in Ottfingen bereits ein öffentliches LoraWan zur Verfügung steht, das bei Bedarf gerne für die Übertragung der Sensordaten genutzt werden kann. Jörg Wieland informierte, dass eine Übertragung der Messdaten für den Moment über private WLAN Netzwerke der anliegenden Anwohner geplant sei, man das aber noch genauer abstimmen könne.
Im Anschluss an die Sitzung führte ich mit Jörg Wieland ein langes und angenehmes Gespräch über das konzipierte System, den geplanten Übertragungsweg der Sensordaten, den geplanten architektonischen Aufbau, den Stand des Prototypen und weitere technische Details.
Sitzung des Umweltausschuss vom 05.12.2024
Im Rahmen der Sitzung war Michel Heidemanns von Hydrotec eingeladen. Hydrotec ist das seitens der Gemeinde Wenden beauftragte Büro, das bei der Erstellung des Klimafolgenanpassungskonzeptes unterstützt.
Michel Heidemanns referierte kompetent über die Ziele seiner Arbeit und aktuellen Stand von Starkregengefahrenkarte und hydrologischer Simulation von Starkregenereignissen in den ausgewählten Ortslagen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden außerdem die Teilnehmenden des Arbeitskreis Starkregen nominiert, der basierend auf dem CDU-Antrag beschlossen wurde. Teilnehmen werden sowohl Mitglieder und sachkundige Bürger des Gemeinderat, als auch Einwohner aus Ottfingen. Komplettiert wird der Arbeitskreis durch Mitarbeiter der Verwaltung sowie der Feuerwehr der Gemeinde Wenden.
Der Arbeitskreis wird am 05.03.2025 erstmalig tagen, ich werde aus dem Arbeitskreis berichten.
Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des Klimafolgenanpassungskonzeptes für die Gemeinde Wenden
Am 17.01 informierte die Gemeinde Wenden alle Bürger der Gemeinde Wenden über Sachstand und bat um Bürgerbeteiligung zum Klimafolgenanpassungskonzept. Alle Bürger waren aufgefordert die Starkregen Modellierung zu überprüfen und Fehler zu melden, Bilder von Überflutungen einzureichen.
Nächste Schritte
Im nächsten Artikel werde ich über die verschiedenen Ereignisse in 2025 informieren, die geplant sind, das sind beispielsweise::
- Installation des ersten Sensors des Starkregenwarnsystems in der Großmicke.
- Ergebnisse des Arbeitskreis Starkregen, der zum ersten Mal am 05.03.2025 tagt.
- Eine geplante Informationsveranstaltung für alle Bürger im Gemeindegebiet Mitte des Jahres.
- Info-Material für Anlieger in Risikobereichen und zukünftige Bauherren.
- Konzeption des Warnsystems in Hinblick auf Benachrichtigung von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Verwaltung und der Anlieger.
Fragen / Anregungen
Ich freue mich über jegliches Feedback zum Thema, egal ob Anregung, Frage, Thema für den Arbeitskreis oder Kritik. Bitte verwende dazu folgendes Kontaktformular:
Danke an alle Unterstützer!
Abschließend möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die mich in den letzten Monaten bei Recherche und Ausarbeitung des Thema unterstützt haben. Gemeinsam sind wir stark – wenn wir alle an einem Strang ziehen werden wir es schaffen, unsere Heimat vor Extremwetterereignissen besser zu schützen.
Vielen Dank!
Daniel Halbe
[…] komplizierter als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Daniel Halbe aus Ottfingen setzt sich mit der Thematik in einem Blog auseinander und ist für uns auch im entsprechenden Arbeitskreis der Gemeinde aktiv. Wir geben hier den letzten […]
[…] komplizierter als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Daniel Halbe aus Ottfingen setzt sich mit der Thematik in einem Blog auseinander und ist für uns auch im entsprechenden Arbeitskreis der Gemeinde aktiv. Wir geben hier den letzten […]